Labrador Retriever. Ist Verfressenheit bei Labradoren genetisch bedingt?

"Verfressenheit bei Labradoren scheint genetisch bedingt zu sein.“ - So lautet heute die Überschrift eines Facebook-Beitrags zu einer Publikation der University of Cambridge.

Häufig geht es bei der Hundeernährung um das Thema "Verfressenheit". Manche Rassen - wie z.B. Labradore - scheinen besonders prädestiniert zu sein, große Mengen an Nahrung in sich hineinzuschlingen.

Bekannt ist den meisten, dass Labrador Retriever im Vergleich zu anderen Rassen mehr Unterhautfettgewebe haben. Um Fischernetze oder geschossene Wasservögel aus dem Wasser zu apportieren, wirkte diese Isolationsschicht wie eine natürliche Neoprenweste. Der Einsatz in teils eiskaltem Wasser verbrauchte sehr viel Energie, so dass es danach notwendig war, möglichst schnell grosse Mengen Futter aufzunehmen um die aufgebrauchten Energievorräte zu füllen. Hieraus haben sich Veränderungen im Leptinsystem ergeben. Die Aufgabe von dem Hormon Leptin: Sag dem Körper, dass er satt ist und keine Nahrung mehr braucht.

Diese genetisch bedingte Veränderung im Leptinsystem bei Labrador Retrievern ist schon länger erforscht und ein Beispiel dafür, wie die Naturgeschichte unmittelbar auf die Haltung und Nahrung hinweist, die die einzelnen Rassetypen benötigen. Labradore sind also mitnichten grundlos verfressen, sondern nehmen Nahrung genau in dem Maße und in der Weise auf, wie es aufgrund ihrer Naturgeschichte (Funktion) notwendig ist. Daraus ergeben sich natürlich Besonderheiten für die Nahrungskomponenten, Menge und Häufigkeit der Fütterung.

Wie sich diese genetischen Veränderungen bei Labrador Retrievern auch auf die Stresstoleranz, die Entstehung von Glücksgefühlen, das Schmerzempfinden und im besonderen auf das Immunsystem auswirken, erfahrt ihr bei den Seminaren „Basic Dog Food“ und „Gesunde Hundeernährung“. http://www.gesundeshundeleben.de/leistungen/seminare/

Bis dahin wünsche ich euch sonnige Frühlingstage mit euren Labradoren bei einer spannenden Wasserjagd.

Eure Caroline

Eleanor Raffan · University of Cambridge Metabolic Research Laboratories: http://www.sciencedirect.com/…/article/pii/S1550413116301632